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Big Point im Abstiegskampf: Bremen demontiert Stuttgart in großartiger Fußball-Schlacht

Werder Bremen hat mit einem furiosen Sieg im Krisen-Gipfel die Abstiegsplätze verlassen, dem VfB Stuttgart droht der erste Bundesliga-Abstieg seit 41 Jahren. Die Hanseaten kamen im ersten regulären Montagsspiel der Liga-Geschichte zu einem beeindruckenden 6:2 (3:1) und brachten den VfB damit ganz schwer in die Bredouille. Während Bremen mit nun 34 Punkten auf den 15. Tabellenplatz kletterte, rutschten die um einen Zähler schlechteren Schwaben durch die 17. Saisonpleite auf den vorletzten Platz ab. Und der Trend spricht gegen den VfB: Trotz des Kurz-Trainingslagers auf Mallorca unter der Woche blieb die Mannschaft von Trainer Jürgen Kramny auch im siebten Spiel in Serie ohne Sieg.

Zweimal Fin Bartels (10. und 80. Minute), ein Eigentor von Federico Barba (33.), der eingewechselte Levin Öztunali (42.), Claudio Pizarro (64.) und Anthony Ujah (87.) schossen in einem packenden Aufeinandertreffen vor 41.000 Zuschauern den Bremer Sieg heraus. Für den VfB waren der zwischenzeitliche Ausgleich durch Daniel Didavi (26.) und das Tor von Barba (53.) zu wenig. Und es kam noch schlimmer für die Gäste: Didavi und Barba mussten verletzt raus, Emiliano Insua sah die fünfte Gelbe Karte und ist im nächsten Spiel gegen den FSV Mainz 05 gesperrt.

Skripnik hatte gefordert, Mannschaft lieferte

"Wir müssen liefern, wir haben keine Angst", hatte Werder-Trainer Viktor Skripnik angekündigt. Und Werder lieferte. Mit hohem Tempo und großer Einsatzbereitschaft gingen die Bremer ins Spiel, kein Vergleich zur verschlafenen ersten Halbzeit beim 1:2 im Nordderby gegen den HSV vor einer Woche. Schon nach 57 Sekunden hatte Jannik Vestergaard eine gute Kopfballchance.

Der Druck sollte sich auszahlen. Nach einem feinen Pass von Claudio Pizarro setzte sich Fin Bartels gegen Georg Niedermeier durch und ließ auch VfB-Keeper Przemyslaw Tyton keine Chance (10.). Ein perfekter Start, doch der VfB ließ sich nicht entmutigen und lieferte den Gastgebern einen packenden Kampf. So musste Papy Djilobodji einmal gegen Martin Harnik in höchster Not klären (6.), eine verunglückte Flanke von Filip Kostic landete auf der Latte (17.). Der Ausgleich kam nicht überraschend: Ein Pass von Alexandru Maxim fand Didavi als Abnehmer, dessen Schuss unhaltbar für Felix Wiedwald abgefälscht wurde (26.). Damit kassierte Werder auch im 35. Spiel in Serie mindestens ein Gegentor.

Werder Bremen mit Torflut in Schlussphase

Dass beide Clubs die schlechtesten Abwehrreihen der Liga haben, wurde im weiteren Spielverlauf immer deutlicher. So unterlief Barba ein dummes Eigentor, als er den Ball bei einer verunglückten Aktion über Tyton hinweg ins eigene Tor köpfte (33.). Und Barba machte auch beim dritten Gegentor eine schlechte Figur, als er Zlatko Junuzovic nicht zu stoppen wusste. Dessen Pass nutzte der für den verletzten Sambou Yatabaré eingewechselte Öztunali zum Tor (42.). Auf der Gegenseite hatten die Gäste bei drei guten Chancen von Harnik kein Fortune (32., 37. und 45.).

Mit Tempo und packenden Torraumszenen ging es auch in der zweiten Halbzeit weiter. Erst brachte Barba mit einem Hackentor den VfB wieder heran und machte seine Fehler ein wenig gut (53.). Dann schlug auf der Gegenseite wieder Oldie Pizarro zu (64.), der sein 14. Saisontor erzielte und nur vier Minuten später alles klar machen konnte. Diesen Part übernahm schließlich Bartels mit dem fünften Bremer Tor (80.), anschließend machte Anthony Ujah das Debakel für den VfB perfekt (87.).

Auf den Rängen gab es derweil prächtige Stimmung, nur vereinzelt waren Proteste gegen die Montag-Ansetzung zu registrieren. "Spieltagszerstückelung stoppen" hieß es auf einem Spruchband der Werder-Anhänger in der Ostkurve. Die Fan-Initiative "Pro Samstag 15:30 Uhr - Ohne uns kein Kick!" verteilte vor dem Weserstadion Flugblätter. Einige Fanclubs der Schwaben protestieren gegen die Ansetzung. Nur ein Viertel der 4100 Karten hatte der VfB in Anspruch genommen.

Aloha auf der Mosel: Einen Fluss runterbrettern

„Der typische Rheinland-Pfälzer“, sagt Malte Schreer, „ist ’ne kernige Natur.“ Braucht ein wenig Zeit, um warm zu werden. Im Grunde aber ein herzensguter Mensch. Der typische Rheinland- Pfälzer guckt schon mal etwas befremdlich, wenn zwei pudelnasse Vollbart-Typen von der Mosel aus die Böschung erklimmen und nach einem Schlafplatz am Ufer fragen.

Malte Schreer, einer der Eindringlinge, ist nun zwar kein geborener Rheinland- Pfälzer, aber ebenfalls ein herzensguter Mensch, der zudem mit einer guten Portion Überzeugungskraft ausgestattet ist. Und so brummelt der gepiesackte Moselbauer, schon halb im Weggehen begriffen: „Okay, wenn’s denn nur für eine Nacht ist. Und räumt morgen früh euren Müll weg.“

Die Übernachtung ist also gesichert. Schreer und Paddelpartner Michael Haas legen erst einmal das Bier im Moselwasser kühl, entfachen ein kleines Feuer – ein paar Holzscheite hat der erfahrene Wasserwanderer immer dabei – und braten ihre mitgebrachten Kartoffeln.

Später dann: Blick über die Mosel, die letzten Feierabendboote ziehen vorbei, Blätterrauschen in den Bäumen. Maltes Motto für solche Touren: Aloha, Peace und Happiness. Peace und Happiness ist jetzt. Aloha war den ganzen Tag über.

Wassersäcke auf den Boards

Es begann am Morgen im Dörfchen Zell, natürlich bei Sonnenschein, weil in Zell irgendwie immer die Sonne scheint. Die Wassersäcke werden vorn und hinten auf die Boards geschnallt. Zelt, Schlafsack, Isomatte, Holz, warme Klamotten für die Nacht, Proviant. Viele Kohlenhydrate, also Obst, Müsliriegel, Kartoffeln und Nudeln. Die nächsten Tage werden auch ein wenig anstrengend. Ein Handy ist dabei, wird aber – Abenteurer-Ehrenwort – nur im Notfall angeschaltet.

Voll bepackt sehen die Boards aus, als würden sie schon ohne Menschen, die auf ihnen stehen, verdammt leicht ins Wanken geraten.

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90 Kilometer Strecke moselabwärts liegen vor Schreer und Haas. Im Kanu machen das viele, aber auf einem Stand-up-Paddling-Board? Da ist Malte Schreer, der in Koblenz ein SUP-Camp mit Schule und Shop betreibt, sicher einer der wenigen in Deutschland, die das wagen.

Dabei, meint der SUP-Unternehmer, sei die Idee gar nicht so abwegig. Als Kanute befinde man sich ja quasi auf Wasserhöhe. Freie Sicht auf fast nichts. Der Stehpaddler aber – wie der Name schon sagt – steht, schaut über die Uferböschung und entdeckt dabei allerhand Interessantes. An diesem Morgen zunächst einmal den Bremmer Calmont, den steilsten Weinberg Europas.

Picknick auf der Mosel

Schreer und Haas verspüren jetzt schon Durst, erlauben sich eine kleine Pause. Deshalb liebt der Stand-up-Paddler sein Board so sehr. Man kann darauf auch ein kleines Picknick veranstalten. Wenn es sein muss eben mit Apfelsaft.

Infobox

Die Tourenboards sind schlanker und länger als ihre sportlichen Brüder für die Welle, und damit auch eher geneigt zu kippen. „Vorher ein, zwei Stunden einen Trainer schnappen“, sagt Malte Schreer. „Dann klappt das.“ Er ist so ein Trainer. Oberste Regel: „Immer locker in den Knien bleiben.“ Vor allem aber ist er ein Mann mit einem Hang zum kleinen und großen Abenteuer. Jede Tour ist für ihn ein Eintauchen in die Natur.

Wir reden hier nicht von wildem Wasser, Schweißströmen und Adrenalinschüben. Wir reden davon, dass die beiden Paddler um die Mitte des Tages herum – tatsächlich etwas erhitzt von der Mittagssonne – beinahe lautlos an einem Reh vorbeigleiten, das aus der Mosel säuft. Paddler und Reh sehen sich erst im letzten Augenblick. All das ist so entspannt und friedlich, dass das Reh sich kaum entschließen kann, Reißaus zu nehmen.

Viel Wasser, Wald und Wildschweine

Jedes Mal, wenn er sich aufs Board stelle, sagt Malte Schreer, betrete er eine andere Welt. „Der Alltag spielt keine Rolle mehr.“ Am Abend steige er jedes Mal mit einem Lächeln vom Board.

Die Mosel – schon von römischen Dichtern ob ihrer blühenden Landschaften gerühmt – ist eines seiner Lieblingsreviere. Ein wilder Fluss, das denkt man ja gar nicht bei der breiten Wasserstraße. Kurvig ist sie auch, legt sich in Schleifen wie ein Geschenkband.

„Raue, derbe Landschaft“, sagt der Alltagsflüchtling Malte Schreer. Hinter jeder Kurve neue Überraschungen, die Sonnenstrahlen suchen sich verschlungene Wege durch die Berghänge. Die steilen Weinberge wirken wie Wände, die den Alltag zuverlässig aussperren.

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Viel Wald an den Ufern. Viele Wildschweine leben darin, auch die hat Schreer schon gesehen. Unter ihm: klares Wasser, Fischschwärme ziehen unter den Boards hindurch. Schreer blickt hinterher. Die Angel hat er vergessen. Er lässt sich ins Wasser gleiten, legt den Kopf in den Nacken, eine Hand am Board. Auch zum Baden ist die Mosel ganz in Ordnung. Bevor ihr Wasser nahe Koblenz etwas trüber wird.

Auf den letzten Kilometern dieses Tages schaukeln Malte Schreer und Michael Haas ihrem Zeltplatz entgegen. Die Mosel fließt mit drei Kilometern pro Stunde, gut zum Treibenlassen, ideal für erschöpfte Männer. Aber als dann doch mal ein größeres Schiff vorbeizieht, steuern die Paddler die Bugwellen an. Ein wenig surfen. Aloha auf der Mosel.

Noch in den frühen Abendstunden entdecken die beiden einen flachen Hang. Der Moselbauer überlegt kurz, stimmt dann zu. Ein Lager für eine Nacht? In Ordnung. Aber Müll wegräumen! Ehrensache für die Flussabenteurer. Sie stellen ihr Zelt auf. Als der Abend den Tag ablöst, duftet es am Weinberg nach Bratkartoffeln.

Stehpaddeln vor der Haustür

Malte Schreer war nicht immer jener entspannte Gemütsmensch, der auf dem Stand-up-Board Yoga übt. Zum Aloha-Malte wurde er erst 2007, als ein Freund ihm vom Stand-up-Paddeln vorschwärmte. Da wurde Schreer – passionierter Wellenreiter und Wakeboarder – gerade von hartnäckigen Rückenschmerzen geplagt und verfiel sofort den Boards. Kaufte sich ein erstes Brett, dann noch eines und noch eines, und schließlich eines für die Ehefrau. Die Garage wurde zu klein, das Lager zog in einen Wohnwagen um.

Deutschland ist eben keine einfache Gegend für Wellenreiter. Für Stehpaddler aber schon, denn Flüsse und Seen gibt es fast vor jeder Haustür. Auf jeden Fall vor der Haustür der Familie Schreer. „Ich war nur noch auf dem Wasser.“

Stehpaddeln, lernte Schreer, wurde zuerst von polynesischen Fischern betrieben, die in ihren Kanus stehend vor Tahiti übers Meer glitten. Denen war Geschwindigkeit genauso schnuppe wie sie Schreer ist. Seine Sportkleidung: Bermudashorts und blanke Füße. „Ich bestimme das Tempo“, sagt er. Und das ist meistens gemächlich.

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Am nächsten Morgen, kurz hinter der Schleuse Lehmen, benutzen Schreer und Haas ihre Boards als Luftmatratzen, legen sich bäuchlings darauf, die Arme unter dem Kopf verschränkt. Eine Handvoll Reiher gleitet nahe der Wasseroberfläche über den Fluss. Die Stehpaddler blinzeln noch etwas verschlafen, selbst die eleganten Vögel scheinen ihnen in diesem Augenblick etwas zu hektisch zu sein.

Die Stunden dieses zweiten Tages vergehen viel zu schnell. An den Ufern reihen sich die beschaulichen Moseldörfer aneinander. Alken, Oberfell, Niederfell, Dieblich, Winningen. Da möchte man jedes Mal an die Seite paddeln und die Gassen erkunden. Oder auch zwischen den Dörfern mal stoppen, sich an einer der steilen Felswände austoben und die Kletterkünste ausprobieren.

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Die Stehpaddler bleiben auf dem Wasser, meistens jedenfalls. Einzige Ausnahme bilden eine Brotzeit in einem Weinberg bei Dieblich und das obligatorische Eis in Winningen. Malte Schreer: „Ein Eis pro Tag muss sein.“

Drei Tage war er schon am Stück auf der Mosel unterwegs. Bei noch längeren Touren würde es auf dem Board fürs Gepäck zu eng. Schon am Nachmittag – viel zu schnell – tauchen die Kirchtürme von Koblenz in der Ferne auf. Ein paar Kilometer noch, dann fließt die Mosel in den Rhein. Die Paddler steigen vorher von ihren Boards. Am „Stattstrand“, dem Beachclub im Westen der Stadt, endet die Tour. Palmen, Cocktails und 800 Tonnen Ostseesand. Mehr Aloha geht gerade nicht. 

Trend: Im Pyjama ins Büro? Der Schlafanzug ist der neue Hosenanzug

Raus aus den Federn und im lässigen "Out-of-Bed“-Look den Tag als Styling-Ikone rocken! Vor drei Jahren hat Alexander Wang mit seinem sexy Boxershort-Hemd-Ensemble den Anfang gemacht, seitdem findet der Pyjama-Trend kein Ende mehr. Damit das Outfit edel, Fashion-forward und professionell wirkt, aber bitte unbedingt folgende Regeln beachten:

1. Edle Stoffe

Baumwolle ist für die eigenen vier Wände reserviert! Seide, Spitze und Leinen bringen den nötigen Glamour.

2. Auf die Größe kommt es an

Wer es richtig ernst meint, darf es gern mit Stoff übertreiben. Oversize-Schnitte wirken lässig und cool, eng geschnittene Anzüge dagegen versprühen Sex-Appeal. Besonders wenn die Hose halblang macht und zur Hotpants wird.

 

3. Entscheidungsfreude

Vorsicht bei Mustermix! Hose und Oberteil im selben Muster wählen, sonst wird es schnell zu unruhig. Geht auch: Sich für das Schlafhemd entscheiden und mit Jeans kombinieren. Auch fluffiges Kunstfell, wie bei Model Devon Windsor, darf mit ins Pyjama-Spiel gebracht werden.

4. Mut zur Kombination

Was früher für die Omi reserviert war, nennt sich heutzutage Slipdress. Die Instagram-It-Girls Kendall Jenner und Rihanna machen es vor und tragen das edle Stück über Basic-Shirts. Sleepwear-Label "Sleeper" erfindet das Nachthemd einfach neu: Aus Leinen und mit Carmen-Ausschnitt wird daraus das perfekte Lounge-Piece daraus.

5. Klassische Schnitte

Damit der Schlafanzug zum Business-Anzug wird, darf es ruhig schon mal etwas strukturierter zugehen. Wie das geht, zeigt dieser luftige Mantel im Pyjama-Stoff.

In diesem Sinne: "Gute Nacht und guten Morgen.“ 

Höxter: Die Suche nach Spuren im Horror-Haus

Ein Polizeihubschrauber kreist im weiten Bogen über das kleine Dorf Bosseborn, ein Ortsteil von Höxter in Ostwestfalen. In dem Dorf dreht sich alles um ein schmuddeliges Haus. Hinter der Tür aus angestoßenem Holz soll eine Frau wochenlang gefangengehalten und zu Tode misshandelt worden sein. Geködert über die Bekanntschaftsanzeige eines 46-Jährigen.

Dieser Mann und seine 47 Jahre alte Ex-Frau, die Mieter des Hauses, sitzen seit vergangenen Donnerstag in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Paderborn wirft ihnen Totschlag vor. In ihren Vernehmungen soll das Paar ein weiteres Tötungsdelikt gestanden haben.

So richtig dazugehört habe das Paar, das sich allen als Bruder und Schwester vorstellte, nie. Das jedenfalls sagen die Nachbarn durch die halb geöffnete Tür. Der 680-Seelen-Ort ist in Aufruhr, seitdem bekannt wurde, was sich in dem kleinen, ehemaligen Bauernhof am Rande der Ortschaft abgespielt haben soll. 

Polizeihubschrauber über Höxter

In dem Haus mit fleckig gewordenem Putz, mit großem Schuppen und kleinem Stall soll die 41-Jährige mehrere Wochen lang gefangen gehalten worden sein.Höxter - weiterer Mord? 12.05Sie starb an stumpfer Gewalt gegen den Kopf. Das ist eine der wenigen Gewissheiten, die von der Staatsanwaltschaft zu hören sind. 

Weil die Nachbarn schon in der Vergangenheit immer wieder Frauen an dem kleinen, ehemaligen Gehöft gesehen haben, halten die Ermittler es für möglich, dass es weitere Opfer gibt. "Wir haben konkrete Hinweise, denen wir nachgehen", sagt Oberstaatsanwalt Ralf Meyer. Der Polizeihubschrauber, der am Mittag die ländliche Gegend überfliegt, steht minutenlang über einem Wäldchen, zieht dann weiter. Auch mit Hunden soll gesucht werden. 

Hof in Höxter ist verwahrlost

Am Nachmittag kommen drei Ermittler. Sie stecken in weiten, weißen Overalls, Nase und Mund sind hinter Binden verborgen. Die Polizisten verschwinden hinter der Eingangstür mit dem Segenswunsch der Sternsinger.Höxter Korr 19.10Die Kriminaltechniker nehmen sich das Gehöft zum wiederholten Mal vor. Die Mordkommission der Bielefelder Kriminalpolizei arbeitet mit 30 Mann an dem Fall.

Die Fenster des Hauses sind verhangen mit dünnen Sichtgardinen. Hinter dem Haus wuchern Brennnesseln. In der abschüssigen Hofeinfahrt wachsen verirrte Stiefmütterchen durch Ritzen im Asphalt. Das Paar habe eine Zeit lang Schweine gehalten, zuletzt noch Gänse und Hühner, sagen die Leute. "Recht verwahrlost", wie eine Nachbarin meint. 

Tatverdächtige zurück im Haus in Höxter

Die Garage ist mit einer lose hängenden Kette eher provisorisch gesichert. Auch am Stall hängt nur ein Vorhängeschloss. Siegel der Kriminalpolizei kleben an den Türen zu Schuppen und Stall. 

Einen Tag zuvor war die 47 Jahre alte Bewohnerin aus der Untersuchungshaft kurz zurück ins Haus gebracht worden. Wie die Beamten der Spurensicherung steckte die Frau in einem weißen Overall, die Hände waren in blauen Gummihandschuhen verborgen. Warum gab es diesen Ortstermin? "Wir haben uns einige Sachen erklären lassen", antwortet Oberstaatsanwalt Meyer lapidar. 

Das Meiste in diesem Fall ist noch ein riesiges Rätsel.

Sachsen-Anhalt: Hund fällt Mädchen an und verletzt es schwer

Ein bissiger Hund hat ein Kind in Sachsen-Anhalt angefallen und schwer verletzt - es ist bereits der dritte derartige Fall im Land innerhalb einer Woche. Eine Siebenjährige wurde in der Altmark am Sonntagabend auf dem Fahrrad von einem frei laufenden Hund angegriffen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Hundehalter habe eingegriffen, das Mädchen wurde aber schwer am Oberschenkel verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

"Die Wunde wurde versorgt", sagte ein Polizeisprecherin in Stendal. Das Mädchen sei mittlerweile wieder zuhause. Zu welcher Hunderasse das Tier gehöre, sei noch unklar. Die Mutter habe Anzeige erstattet. "Das Ordnungsamt trifft dann weitere Maßnahmen." Das Kind war in Osterburg-Schliecksdorf bei Stendal mit einer Freundin unterwegs. Das zweite Mädchen blieb unverletzt.

Dritte Hundeattacke innerhalb kurzer Zeit

Es war schon die dritte Hundeattacke auf ein Kind in Sachsen-Anhalt innerhalb kurzer Zeit. Erst am Donnerstag hatte ein Rottweiler eine Vierjährige im Salzlandkreis mit Bissen in Hals und Kopf lebensgefährlich verletzt. Ein Amtstierarzt verhängte vorsorglich eine 14-tägige Quarantäne für den Hund.

Angriff Rottweiler 20.14Vergangenen Dienstag war eine Neunjährige in Calbe, ebenfalls im Salzlandkreis, von einem Schäferhundmischling attackiert worden. Der Hundebesitzer habe sich bislang nicht gemeldet, teilten die Ermittler am Montag mit. Die Chancen, den Mann zu finden, stünden allerdings gut. Am Freitag war auch in Thüringen ein Kind von einem Hund gebissen und leicht verletzt worden.

Zahl der Bissattacken geht zurück

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der gemeldeten Bissattacken in Sachsen-Anhalt laut Statistik zurückgegangen. Demnach griffen die Vierbeiner knapp 110 Mal Menschen oder andere Tiere an, wie Zahlen des Landesverwaltungsamts zeigen. 2014 hatte es noch 130 Vorfälle gegeben, 2013 fast 190.

Seit dem 1. März gilt in Sachsen-Anhalt auch ein neues Hundegesetz. Seitdem dürfen etwa Tiere der Rassen Pitbull, American Stafford, Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier nicht mehr gezüchtet und gehandelt werden. Ein Haltungsverbot gibt es aber nicht.

Tiefer als je zuvor: Apnoe-Taucher bricht unglaublichen Rekord

Vier Minuten und 24 Sekunden lang ohne Sauerstoff und 122 Meter tief: William Trubridge hat auf den Bahamas das schier Unmögliche geschafft und seinen eigenen Weltrekord im Apnoe-Tauchen gebrochen. Doch nicht ohne Schwierigkeiten.

Horror zwischen den Regalen: Spinnen-Alarm im Supermarkt: Haarige Biester krabbeln durch die Obstabteilung

Wer Angst vor Spinnen hat, sollte sich die Szene aus dem oberfränkischen Wilhelmsthal besser nicht zu genau vorstellen. Denn dort krabbelten am Samstag plötzlich ziemlich große, haarige Spinnen durch die Obstabteilung eines Supermarkts, berichtet der "BR". Doch die Viecher sahen nicht nur besonders gruselig aus - sie könnten auch hochgiftig sein, bestätigt die Polizei. Denn schnell war klar: Um eine heimische Spinnenart kann es sich in diesem Fall nicht handeln. Durch die Supermarktgänge krabbeln Exoten.

Zunächst wurde das achtbeinige Biest als Brasilianische Wanderspinne identifiziert. In seltenen Fällen waren schon in der Vergangenheit Exemplare dieser Gattung in Bananenkisten nach Europa verschifft worden. Diese aggressive Spinnenart zählt zu den gefährlichsten der Welt. Ihr Biss kann in seltenen Fällen sogar tödlich sein. Das wussten die Mitarbeiter des Rewe-Supermarkts allerdings nicht, als sie bereits am Samstagvormittag ein Exemplar und 30 Jungtiere einfingen. Die Spinne hatte einen Körperdurchmesser von rund vier Zentimetern.Wenn der Toilettengang zur Mut... Riesenspinne besetzt WC (2178258)

Supermarkt muss zunächst schließen

Ein Experte hatte die Gattung identifiziert - und Alarm geschlagen. Seiner Meinung nach müsste der Supermarkt komplett ausgeräumt und alle Artikel verbrannt werden. Außerdem müssten die Räume mit Gift behandelt werden, um wirklich ausschließen zu können, dass Jungtiere überlebten. Die Brasilianische Wanderspinne kann drei bis vier Eibälle mit bis zu 2500 Jungtieren erzeugen. Die Behörden gaben bekannt, dass der Supermarkt geschlossen bleibe, bis klar sei, um welche Art es sich genau handelt.Spinne Polizeieinsatz 16.42

Keine heimische Art

Inzwischen ist klar: Das haarige Krabbeltier ist zwar ein Exot - aber nicht giftig. Laut einem Experten des Senckenberginstituts in Frankfurt handelt es sich bei der Supermarkt-Spinne um die Riesenkrabbelspinne, die vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten beheimatet ist. Die Weibchen könne beißen und das würde auch wehtun, aber gefährlich sei das nicht, schreibt der "Merkur".

Eigene Make-Up-Linie: Katy Perry singt und schminkt

Katy Perry liebt es knallig - und zwar nicht nur was ihre Outfits betrifft, sondern auch ihr Make-up muss farbenfroh sein: Jetzt hat die US-Sängerin ihre eigene bunte Make-up-Linie herausgebracht.

Outdoor-Jacken: Wie viel Schutz ist noch Grün?

„Wir haben uns schon vor vielen Jahren gefragt, ob unsere Produkte wirklich eine so hochtechnische Ausstattung benötigen, dass auch Teilnehmer einer Polarexpedition damit perfekt ausgerüstet sind“, sagt Aiko Bode. Der gelernte Biologe ist Manager des Ausrüsters Fjällräven und dort verantwortlich für den Bereich Nachhaltigkeit. Schon 2009 entschied sein Unternehmen auf PFC zu verzichten, denn „unsere Produkte sind für Naturgenießer gemacht, nicht für Extremsportler.“

PFC steht für per- und polyfluorierte Chemikalien. Über 800 Varianten dieser Stoffgruppe gibt es. Sie entstehen ausschließlich im Labor und kommen in der Natur nur deshalb vor, weil der Mensch sie dorthin gelangen lässt. Genau das aber ist gefährlich. PFC baut sich nicht ab und nistet sich überall dauerhaft ein. Auch im Trinkwasser, in schlecht belüfteten Räumen und in der Nahrung. So gelangt es in den Körper von Mensch und Tier, macht sich in Blut und Organen breit. Einige PFC-Verbindungen werden inzwischen vom Umweltbundesamt als giftig und krebserregend eingestuft und kaum noch verwendet, bei anderen stehen verlässliche Untersuchungsergebnisse noch aus.
Jacken mit Teflon-Effekt

Warum setzt die Industrie aber überhaupt auf PFC?

Nicht nur in Outdoor-Jacken, sondern auch in Lebensmittelverpackungen, Teppichen, Kochgeschirr, Autos? Es ist der Teflon-Effekt, der PFC so attraktiv macht, dass damit so viele Materialien beschichtet werden. Nicht nur Wasser perlt ab, auch Fett und Schmutz bleiben nicht haften.

Aber brauchen Wanderer oder Skifahrer tatsächlich Jacken, die auch Fett und Schmutz abhalten? Manfred Santen, Chemie-Experte bei Greenpeace verneint das energisch. Mit dem anwenderspezifischen Nutzen einer Jacke habe das nichts mehr zu tun, sagt er. Aber der Verbraucher ist verwöhnt. Ausrüsterfirmen berichten von Kunden, die ihre Outdoor-Hose reklamieren, nur weil sie gewaschen werden muss und der Dreck nicht einfach durch Abklopfen abfällt.

Expeditionen nur mit PFC-freier Kleidung

„Die Leistungsfähigkeit einer Jacke mit PFC ist eine andere als ohne PFC. Aber ich betone ausdrücklich, eine ‚andere‘, nicht eine ‚bessere‘,“ sagt Aiko Bode. Nach seiner Ansicht hat die Outdoor-Branche in der Vergangenheit mit PFC „eine Art eierlegende Wollmilchsau“ kreiert, die nicht mehr nur den eigentlichen Zweck erfüllen soll, nämlich Regen und Wind abhalten, sondern auch noch Öl und Schmutz abweisen und befindet: „Wenn man Jacken ohne PFC herstellen kann, die den eigentlichen Zweck gut erfüllen, dann sollte man die Möglichkeit auch nutzen.“

Greenpeace setzt bei seinen Expeditionen nur noch PFC-freie Kleidung ein. Dabei haben die Umweltschützer sowohl mit Fjällräven gute Erfahrungen gemacht, als auch mit Páramo, Rotauf und PYUA. Denn alternative Beschichtungen zur Wasserabweisung ohne den Einsatz von PFC sind auf der Basis von Silikon, Wachs oder Kunstharzen schon heute realisierbar. Silikon kann zwar in gewissen Fällen problematisch sein, sagt Santen, aber es ist in jedem Fall besser abbaubar als PFC.

Öko-Label für Textilprodukte

Oft ist allerdings der Ausgangsstoff das Problem. Polyester, Baumwolle und Polyamid lassen sich nicht mit jedem Material gleich gut wasserabweisend beschichten. Da muss nach Santens Einschätzung noch viel ausprobiert und entwickelt werden: „In dieser Phase stecken gerade viele Firmen, und ich denke, schon in einem Jahr werden wir viele neue Produkte auf dem Markt sehen, die PFC-frei und leistungsfähig sind.“
Da gute Umweltverträglichkeit für die Käufer funktioneller Outdoor-Bekleidung ein immer wichtigeres Auswahlkriterium geworden ist, sucht die Textilbranche nun auch gemeinsam nach Lösungen. Viele Ausrüster sind mittlerweile bluesign beigetreten, eine Art Öko-Label für Textilprodukte, das nachhaltig und umweltfreundlich hergestellte Produkte kennzeichnet. Eine hilfreiche Orientierung für den Verbraucher. 

Ex-IS-Kämpfer: "Brüder töten dort Brüder - es ist unmenschlich

Die Propagandavideos des Islamischen Staates kennt er aus erster Hand - denn er war Teil von ihnen: Der gebürtige Deutsche Harry S. ist das lebende Beispiel eines jungen Mannes, der in den Strudel von Kriminalität und Radikalisierung geriet, und sich in Syrien im Zentrum einer Terror-Maschinerie  wiederfand. Der 27-Jährige wurde in Deutschland geboren, wuchs jedoch in Großbritannien auf und besuchte auch dort die Schule. Dann arbeitete Harry S. eine Zeit lang als Postbote - heute sitzt er in Bremen in Untersuchungshaft, der Vorwurf: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.

In einem Interview mit der britischen Zeitung "The Independent" hat Harry S. nun über seinen Anwalt von seiner Zeit beim Islamischen Staat berichtet. Seine Erzählungen zeichnen das Bild einer menschenverachtenden Terrorherrschaft, die einzig und alleine auf Lügen basiert - das musste auch Harry S. am eigenen Leibe erfahren, bis er aus dem "Kalifat" floh.

"Es ist wie ein Film, jeder spielt seine Rolle"

Harry S. war in einem Propagandavideo zu sehen, in dem Menschen umgebracht wurden. Es war der Glaube an eine "dschihadistische Fantasiewelt", die ihn angelockt hatte. Doch die Realität hätte nicht weiter von dieser Fantasie entfernt sein können: "Wenn sie in ihren Videos unter Waffen sprechen, fühlt es sich an, als würden sie dich rufen. Wir brauchen dich hier! Unsere Brüder und Schwestern brauchen dich! Wir bringen Frieden, Würde und Ehre." Doch in Wahrheit habe er sich in einer riesigen Lüge wiedergefunden:  "Die meisten Videos sind inszeniert. Menschen befehlen Menschen zu morden, sie selbst jedoch kämpfen überhaupt nicht. Es ist wie ein Film, jeder spielt seine Rolle." 29-Inside IS - Video zeigt chaotische IS-Kämpfer 18.30

In dem Video, in dem Harry S. auch zu sehen war, befand er sich an der Seite eines deutschen Islamisten, der zum Dschihad gegen seine frühere Heimat aufrief: "Greift die ungläubigen in ihrem eigenen Zuhause an, tötet sie, wo auch immer ihr sie findet." Kurz darauf erschießen in dem Film ein deutscher und ein österreichischer Islamist zwei Geiseln in der antiken Wüstenstadt Palmyra, die mittlerweile aus den Händen des IS befreit werden konnte. Doch Harry S. lassen die Bilder, die er in seiner Zeit bei dem Terrorregime sah, angeblich nicht mehr los. Als er von April bis Juni letzten Jahres als Teil einer IS-Eliteeinheit in Rakka trainierte, erlebte er, wie sechs Männern mit einer Kalaschnikow in den Kopf geschossen wurde. Außerdem habe er mit ansehen müssen, wie einem Mann die Hand abgeschlagen wurde, und er gezwungen wurde, sie mit der anderen aufzuheben.

"Dein Kind wird geboren, um für nichts zu sterben"

Auch schilderte er ein Erlebnis, wonach er Zeuge wurde, wie ein Mann seinen Bruder tötete - wegen des Verdachts, ein Spion zu sein. Der IS habe ihm den Mord befohlen. "Brüder töten dort Brüder - es ist nicht nur unislamisch, es ist unmenschlich." Der 27-jährige Ex-Islamist warnt Jugendliche davor, auf die Propaganda des IS hereinzufallen. Es gäbe viele Videos, die die Mär einer islamistischen Utopie im Netz verbreiten: Kämpfer, die umringt von Kindern Süßigkeiten und Essen verteilen und das angeblich so erfüllte Leben, dass die IS-Kämpfer hätten, stünden im krassen Kontrast zur Brutalität, die Harry S. erlebt habe.

23-Islamischer Staat will syrischen Kampfpiloten in seiner Gewalt haben-4859053615001Steinigungen und Enthauptungen seien an der Tagesordnung gewesen. Dazu kamen tägliche Bombardements durch die Anti-IS-Koalition. Die bittere Realität begreife man erst, wenn wann dort sei, so Harry S., doch sobald man dort sei, "ist es zu spät, um umzukehren." Frauen reisten oft mit einem romantischen Irrglauben in das Kalifat. Auch für sie sei das Leben im Terrorstaat alles andere als angenehm: "Keine Freiheiten, eingeschlossen in einem Haus. Dein Kind wird geboren, um für nichts zu sterben."

Der Islamische Staat ist "vollkommen unislamisch"

Viele Kämpfer des IS hätten versucht aus dem Terrorstaat zu fliehen, so Harry S.: "Sie sind entweder tot oder im Gefängnis und warten auf ihre Exekution." Sein Studium des Korans habe den 27-Jährigen zu dem Schluss geführt, dass der Islamische Staat "vollkommen unislamisch" sei. Er habe begriffen, dass der Weg des IS direkt in die Hölle und nicht ins Paradies führe. "Ich wollte nicht, dass ich Menschen so in Erinnerung bleibe und ich wusste, dass wenn ich mich nicht an diesen barbarischen Taten beteilige, könnte ich nach Hause zurückkehren und der Welt meine Geschichte erzählen."

Als er in einem Krankenhaus wegen Hapatitis C behandelt wurde, habe Harry S. seine Chance zur Flucht gesehen, sich aber keine Hoffnung gemacht, zu überleben. "Ich wusste, ich würde sowieso sterben, also hatte ich nichts zu verlieren." Der Weg in die Türkei habe vorbei an Minen, Scharfschützen und Kämpfern geführt - er sei gejagt und beschossen worden und habe sich neun Stunden im Matsch versteckt. Schlussendlich gelang ihm die Flucht in die Türkei, von wo aus er nach Bremen flog. Dort nahm ihn die Polizei am Flughafen fest.

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